mehr über e.p.a.

Die Globalisierung hat einigen wachsenden Wohlstand und sichere Verhältnisse gebracht. Daneben erleben aber immer mehr Kinder und Jugendliche, nicht nur in den Ländern der sogenannten „Dritten Welt“, wie ihre Familien und Stadtteile ärmer und elender werden, erfahren Gewalt und Ausgrenzung und leiden unter ungerechten Lebensverhältnissen. Spielen und Arbeiten, die wesentlichsten Tätigkeiten im Leben der Heranwachsenden, werden Mangelware.

Doch auch in „schwierigen“ Stadtteilen, in favelas, villas miserias, den Elendsvierteln der Großstädte, finden sich Menschen, die nicht jammern und aufgeben, sondern sich mutig einmischen und sich gemeinsam für ihre Rechte engagieren. Menschen, die der Verachtung, der Ausbeutung und Verzweiflung etwas entgegensetzen, die Kinder und Jugendliche ernstnehmen, sich ihnen zuwenden und ihnen neue Chancen ermöglichen. e.p.a. (european play work association) unterstützt solche Initiativen, bringt Menschen von Basisprojekten verschiedener Kontinente zusammen, betreut Jugendbegegnungen, Seminare und interkulturellen Austausch, und ermutigt dabei zu internationaler Verständigung und Freundschaft.

e.p.a. ist ein lebendiges Netzwerk von Gemeinschaftsprojekten mit Kinder-, Frauen- und Jugendgruppen, die in einigen der ärmsten und vernachlässigsten Stadtteilen leben, so z.B. in Hamburg-St. Pauli und Palermo, Belfast und Berlin-Ost, Skopje und Salvador, Lissabon und Liverpool, Medellín und Málaga, Sibirien und Sizilien, Belgrad und Buenos Aires, Antwerpen und Athen, in über 40 Ländern.

e.p.a. ist eine INGYO, eine international anerkannte Nicht-Regierungs-Jugendorganisation. e.p.a. Projekte werden u.a. gefördert vom Europa-Rat (Straßburg) und der Europäischen Union(Brüssel). Alle Projekte sind auf fundraising und Eigeninitiative angewiesen.

 

Konzept:
e.p.a. arbeitet horizontal und mit „Jakobsleitern“ nach ganz oben und verbindet lokale Aktivitäten mit internationalen Konzepten. e.p.a. arbeitet von Hamburg aus mit an der Vernetzung von stadtteilorientierten Spiel- und Arbeitsprojekten in europäischen, südamerikanischen und afrikanischen Städten. e.p.a. will dabei internationale Begegnungen, Zusammenarbeit und Verständigung ermöglichen, Erfahrungen und Ressourcen weitergeben, Widersprüche bewußt machen, interkulturelle Kompetenz fördern und ermutigen, sich für eine gerechtere Verteilung von Lebenschancen in der Welt einzumischen.

 

“Ziel“-Gruppen:
Entscheidend dabei ist nicht die Arbeit für, sondern mit den von sozialer Ausgrenzung, Ausbeutung und Rassismus betroffenen Kindern, Jugendlichen, Familien und ihren Gruppen im Stadtteil. Im e.p.a. Netzwerk arbeiten inzwischen Menschen verschiedener Altersgruppen, Herkunft, kirchlicher und politischer Hintergründe zusammen. Mit gemeinsamen Zielen: über Probleme nicht nur zu lamentieren, sondern etwas zu tun, nicht darauf zu warten, bis Lösungen „von oben“ kommen, sondern Projekte selbst zu organisieren, Spiel-und Arbeitsplätze zu schaffen und sich weltweit für gerechte und menschenwürdige Lebensbedingungen einzusetzen.

 

Logo:
Das e.p.a. Logo ist ein Regenbogen, der je nach Projekt in einer Brücke, in den Wellen der Elbe, als Springseil oder zwischen zwei Kontinenten erscheint, als Zeichen der Hoffnung und Verbindung von Farben, die sich in ihrer Verschiedenheit ergänzen.

 

Programm:

  • Jugendbegegnungen mit Gruppen aus EU und Nicht-EU-Ländern, aus Europa, Südamerika und Afrika

  • in Hamburg ist e.p.a. Träger des Europa JUGEND Büros (Beratung und Information für Jugendliche und Multiplikatoren)

  • Trainings-und Weiterbildungsseminare für KollegInnen aus Basis-Projekten

  • internationale Fach-Kongresse

  • Frauenseminare und -Begegnungen

  • Internationale Konferenzen zu Themen wie soziale Ausgrenzung und interkulturelle Kompetenz

 

Besonderheiten:
e.p.a. gilt auf europäischer Ebene als besonders innovativ; Projekte wurden als Pilot-Projekte gefördert oder als "beste Praxis Projekte" ausgezeichnet.
e.p.a. unterhält in Hamburg das Europa JUGEND Büro, in dem das internationale Team Erfahrungen weitergibt und über europäische Förderprogramme informiert und berät.
e.p.a. organisiert und betreut internationale Begegnungen ganz bewußt mit Gruppen, um gegenseitige Vorbereitung, Vorfreude und nachhaltige Effekte bei den beteiligten Jugendlichen zu fördern.
e.p.a. vernetzt osteuropäische Jugendprojekte mit südamerikanischen Strassen-Kinder-Projekten.
e.p.a. setzt sich im internationalen Rahmen nicht nur gegen Gewalt und Ausgrenzung ein, sondern betreut auch Jugendliche, die unter diesen Verhältnissen leiden.
e.p.a. organisiert als Netzwerk internationale Kampagnen, um Partnergruppen in politischen Konflikten bei ihren Forderungen und Protesten zu unterstützen.